English Exam C1 Level – und so schlimm war es doch gar nicht …

Heute hatte ich meine erste, richtige Klausur im Studium. Hintergrund ist der C1-Englisch Nachweis, welchen ich für mein Studium der Digitalen Medien bis zum Ende des 3. Semesters erbringen muss. An der Uni gibt es in der Regel Fachgespräche, manchmal auch Seminare mit Vorträgen und Ausarbeitungen. Klausuren sind in der Informatik an der Uni eher selten anzutreffen.

Der C1-Test wird jedoch vom FZHB (Fremdsprachenzentrum der Hochschulen Bremen) ausgerichtet und teil sich in 2 große Tests auf:

  • einen schriftlichen Test
  • einen mündlichen Test

Alle Tests und Teilaufgaben müssen bearbeitet werden, sonst ist die Prüfung direkt nicht bestanden.
Beide hatte ich heute.

Written Exam

Bereits um 9 Uhr sollte es im großen Hörsaal (genannt „Keksdose“) losgehen. Letztlich fingen wir erst im 9:30 Uhr an – okay, mehr Zeit am Ende. 180 Minuten blieben für die Bearbeitung der 11 Aufgabenzettel. Die Klausur war wiederum in 4 große Bereiche aufgeteilt:

  • Listening
  • Reading
  • Using
  • Writing

Listening

Als erstes begannen wir mit dem „Hören und Verstehen“-Teil. Hier wurde allen anwesenden mehrere Texte vorgespielt. Die Texte wurden von „Native-Speakers“ gelesen, somit war hier auch mit den (kleinen) Akzenten zu kämpfen. Dazu gab es dann einige Fragen, welche beantwortet werden sollen.
Zunächst einmal Ankreuzfragen mit 4 Inhaltlichen Aussagen, von der nur eine der Wahrheit entspricht.
Daran an schließt sich ein Aufgabenteil, bei dem es darum geht verschiedene Zahlen und Werte heraus zu hören, etwa welche Note der Schüler in seinem Test hat. Auch hier gibt es wieder einige Fragen.
Zum Abschluss dieses Teils gab es dann noch eine Tabelle mit Bewertungen, welche kompletiert werden musste.

Alle Texte wurden jeweils 2x vorgespielt, vollautomatisch ohne Pause zwischen den Texten. Danach konnten wir selbst entscheiden, in welcher Reihenfolge wir die übrigen Aufgaben bearbeiten

Reading

In diesem Testteil ging es darum, aus längeren Texten das wesentliche heraus zu lesen. Ähnlich wie im ersten Teil gab es auch hier wieder einige Fragen zu beantworten. Insgesamt bestand dieser Testteil aus 2 Aufgabenteilen.
Der erste befasste sich sehr allg. mit dem Thema „Baumwolle“. Dabei bekamen wir einige Textpassagen, die wir einordnen sollten. Insgesamt gab es 13 Textpassagen, die hälfte war fest eingeordnet, von den restlichen 7 mussten wir 6 jeweils zwischen die vorgegebenen ordnen. 1 Textpassage gehörte nicht zu dem Aufsatz und musste raus fallen. Bei den Gesprächen mit Kommilitonen kam sehr schnell heraus, dass hier sehr unterschiedliche Ergebnisse erzielt wurden. Daher bin ich sehr gespannt auf die Auflösung (ich hoffe ja mal, dass wir eine erhaltebn).

Der zweite Aufgabenteil befasste sich mit einem längeren Text zum Thema „Networking“. Genau, das Networking ala XING. Also genau mein Thema. Nach dem 1,5 Seiten langem Text galt es einige Thesen zu prüfen. Waren diese, lt Text, richtig, falsch oder mit Hilfe des Textes nicht zu beantworten?
Grundsätzlich empfand ich dies als eine der einfachsten Aufgaben.

Using

Im dritten Teil des Examens, dem „Using“-Teil, ging es letztlich darum Englisch richtig anzuwenden. Hier gab es daher einige Lückentexte. Ich bin mir fast sicher, dass dies auch der Aufgabenteil ist, der die meisten Fehler provizieren kann – trotz allem bin ich sehr zuversichtlich.
Neben den bekannten Lückentexten gab es hier aber auch eine neue Aufgabenform für mich:

In einer Aufgabe ging es darum Wortableitungen zu bilden. So wurde dort das Wort „GLOBE“ gegeben, und es sollte das Wort „global“ abgeleitet werden. Zugegeben, noch relativ einfacher. Länger als ne halbe Sekunde musste ich da schon bei dem Wort „ADD“ nachdenken. Ungefähr folgende Lücke war zu füllen:

… costs for Post package.

Lösung: „Additional“ 😉

Writing

Im 4ten und letzten Teil ging es dann um das „Schreiben“ selbst. 2 Aufgabenteile umfasste dieser Bereich. Zu allererst sollte ein Brief an den Sohn eines Freundes verfasst werden. Ohh Gott, ein Brief – meine Achillisferse. Zum Glück aber kein formeller, sondern expliziet ein informeller. Puh, Glück gehabt. Inhaltlich ging es um „eating habits“. Zwar kein Profi-Thema von mir, aber ich habe trotzdem relativ einfach die geforderten 200 Wörter zusammen bekommen.

Der zweite Teil dieses Bereichs war deutlich umfangreicher. 2 Themen wurden zur Auswahl gestellt:

  1. Sind Computer ene Hilfe oder eher ein Hindernis?
  2. Wie läßt es sich vereinbaren, dass Menschen sich Haustiere halten, während andere den Hungertod sterben

Zu einem der zwei Themen sollte eine Erörterung geschrieben werden. Umfang mindestens 200 Wörter. Dabei soll natürlich auf die üblichen Dinge geachtet werden, also Pro- und Kontra, Beispiele, Fazit. Eigentlich sollte das auch jeder Student können. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht über das erste Thema zu schreiben, daher war ich nicht wirklich überrascht als ich am Ende mal eben 323 Wörter zählte.
Etwas über das Ziel hinaus geschossen, aber sicherlich kein Beinbruch.

Gefühl zu diesem Teil: Mittelmäßig (meine Handschrift ist grausam)

Oral Exam

Nach etwa 2,5 Stunden Pause sollte ich dann um Punkt 3 Uhr zur mündlichen Prüfung erscheinen. Da meine Kommilitonin etwa 1 Stunde früher dran sein sollte und Sie extrem nervös war, blieb ich in der Uni und habe Sie ein wenig abgelenkt und versucht zu beruhigen. Ab 13:30 warteten wir dann auch auf dem Flur vor den Prüfungsräumen.

Ich hatte so die Chance bereits mit einigen Prüflingen zu sprechen und so auszuloten, wie die Prüfung abläuft. Tenor der Geprüften: Einfach!

So lief es dann auch ab. Kurze Begrüßung und das rechtliche (Identität feststellen) geklärt, dann ging es auch schon los. Kurze Einstiegsfrage zur Prüfung am Vormittag, dann kurze Vorstellung meinerseits (Ha! Chance bisschen Zeit gut zu machen – genutzt!).
Danach ging es weiter mit einem von 2 Themen. Insgesamt haben die Prüfer mehrere zur Auswahl, u.a. „Cars“, „Advertising“, „24h Shoping“, „Globalisation“, und noch andere. Je nach Studienfach bzw. Hintergrund wählen die Prüfer dann 2 aus dem Pool aus. Der Prüfling selbst kann dann wiederum aus einem der 2 Themen wählen.

Theoretisch stehen auf dem Blatt mit dem eigenen Thema dann auch einige Argumente drauf – aber dazu diese zu lesen, kommt man gar nicht erst. Ich entschied mich für das Thema „Advertising„. Die Alternative hierzu war „Cars“, aber bevor ich überhaupt die Alternative sah habe ich zugegriffen, denn ich liebe dieses Thema. Das gab gleich Verwunderunb bei den Prüfern. Offensichtlich hatten die beiden damit nicht gerechnet.

Sofort gab es dann aber auch eine Einstiegsfrage:

Was there a commercial on TV, Newspaper or the Internet, that impressed you?

Wunderbare Frage. Und da ich es mir nicht allzu schwer machen wollte, wählte ich den schönen Spot der Telekom. Ab hier hat sich die Prüfungssituation maßgeblich verändert. War ich vorher vor allem mit dem Prüfer am Sprechen, so mischte sich nun die Prüferin (Native-Speaker aus England) ein und binnen 20-30 Sekunden entstand eine „Bindung“. Sie erinnerte sich an den Spot und war fasziniert, sodass wir uns gut unterhalten konnten. So vergingen die 15 Minuten Prüfung letztlich sehr schnell und es war für mich sehr schön. Prüfungsstimmung kam nach dem Situationswechsel gar nicht mehr auf.

Fazit

Insgesamt bin ich zufrieden mit dem Tag, allerdings tue ich mich schwer eine Einschätzung zu geben. Ich werde also abwarten müssen. Zwar würde ich meine mündliche Prüfung nicht allzu schlecht einschätzen, trotzdem sehe ich auch, dass ich ab und an nach Vokabeln suchte und ab und an mit der Sprache haderte. Etwas, dass ich eindeutig auf meine Nerven zurück führte, da ich sehr aufgeregt war.

Auch im schriftlichen Teil sehe ich Probleme, da der „Writing„-Teil meiner Ansicht nach nicht perfekt war – auch wenn ich Spaß am Schreiben hatte.

Ich werde euch wissen lassen, was letztlich dabei heraus kam.

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  1. Der Cheffe und mehr » Englisch Nachweis - 20. Januar 2009

    […] um noch das DAAD Sprachzeugnis Englisch um 14 Uhr rum machen zu können. Nach meinem vorherigem Englisch-C1-Test war der DAAD Test notwendig, da die UTS (mehr dazu später) dieses Zertifikat nicht akzpetiert, […]