Eine Weihnachtsgeschichte (Teil 4 von 8)

Zwanzigster Dezember
(Donnerstag)

Endlich, endlich hatte es Schnee gegeben! Vorigen Abend hatte es schon angefangen, kleine Flocken zu nieseln, und nun lag so viel, dass die Busse unmöglich zur Schule gelangen konnten. Der einzige Nachteil daran war, fand Janna, dass sie Samira nun nichts erzählen konnte!
Aber sie musste es jemandem erzählen, jemandem außer ihrem Tagebuch. Ihren Eltern konnte sie nichts davon sagen… doch… warum sollte sie ihrer Freundin keine E-Mail schicken? Das war’s! Sofort setzte sie sich an den Computer und schrieb, so schnell sie nur konnte:

„Liebe Samira,
da wir uns heute nicht sehen können, ich mein Versprechen aber nicht brechen will, wirst du nun wohl einiges lesen müssen. Ich werde dir jetzt nämlich schreiben, was ich gestern erlebt habe! Und wage es ja nicht, diesen Text nur zu überfliegen, denn morgen werde ich dich bestimmt noch abfragen, was hier denn so vorkam 😉 !
Also gut, los geht’s:
Gestern fingen die Probleme schon beim Hinausgehen an. Denn es hatte schon so viel Schnee gegeben, dass ich beinahe auf dem Garagendach ausrutschte! Das heißt, ich rutschte tatsächlich aus, doch da ich ja fliegen kann, zumindest wenn der Stern bei mir ist, konnte mir nichts passieren. Zum Glück!
Wie du weißt, werden wir uns ja übermorgen einen Weihnachtsbaum aussuchen. Wenn meine Eltern nur wüssten, was ich gestern gemacht habe! Es steht nämlich schon fest, welche dieser vielen Tannen in unser Wohnzimmer kommen wird! Letztes Jahr hat mir mein Vater versprochen, dass ich dieses Jahr entscheiden darf. Und – dreimal darfst du raten, wo wir gestern waren – in dem Wald, wo Bäume extra für Weihnachten gepflanzt werden.
Mir fiel die Entscheidung wirklich nicht leicht, denn durch die weißen, glitzernden Schneeflocken sahen einfach alle Tannen bezaubernd aus! Es war gut, dass mein lieber Freund leuchtet, denn sonst hätte ich erst gar nichts erkannt. Du wirst den Weihnachtsbaum ja noch kennen lernen. Weißt du, es war wirklich fantastisch durch die Luft voller kalter Flocken zu fliegen! Es war noch besser als alle Karussells zusammen! Man fühlt sich so frei und froh! Nachher bin ich dann noch mit dem Stern um die Wette geflogen. Ich wünschte wirklich, du könntest mal dabei sein, doch das geht nicht, wenn du mir sowieso nicht wirklich glaubst.  Aber vielleicht kann ich dich ja noch überzeugen!
Bis morgen dann (ich hoffe, wir sehen uns morgen, denn es ist der letzte Schultag und ich habe extra besonders schöne Kekse gebacken!), deine Janna“

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