Freier Zugang vs. Restriktiver Zugang

Ich habe heute mal wieder über den Punkt „Freuer Zugang“ nachgedacht. Nun haben wir uns bereits von Beginn an entschlossen, grundsätzlich möglichst viel unseren Besuchern offen zu präsentieren, somit sind heute nur die Profile, die Flash-spiele und einige kleinere Funktionen für Besucher gesperrt, der Großteil von PartyNation ist jedoch frie zugänglich.

Andere Seiten sind hier nicht so freundlich.
In der Region haben genauer gesagt kaum Seiten einen freien Zugriff bzw. viele haben den Zugriff erst vor einigen Wochen oder Monaten frei gegeben, haben jedoch die Anfangszeit ihre Seite komplett dicht gehabt. Daher mal eine Frage an euch:
Denkt ihr, man sollte Magazine, Partyseiten und ähnliches eher sperren oder frei geben?

Aus meiner Sicht hätte die Sperrung sämtlicher oder zumindest eines Großteils der Inhalte folgende Vorteile:

  • Gerade in der Anfangszeit ist ein Sprung bei den Mitgliederzahlen zu erwarten
    Da sich jeder anmeldne muss, um z.B. die Fotos vom Wochenende zu sehen ist es relativ einfach auf 5000 oder 10000 Mitglieder innerhalb weniger Monate zu kommen. Dabei würde es auchs chon ausreichen, wenn man nur die normale Ansicht der Fotos sperrt und die Vorschau frei gibt, denn die wenigsten geben sich mit der Vorschau zufrieden, und noch weniger sind in der Lage vom Vorschau-Namen den Pfad zum Originalfoto abzuleiten (zudem sich dies zusätzlich noch verhindern ließe).
  • „Besucher“ müssen sich auch mit der Seite auseinander setzen, statt „nur“ die Fotos/Berichte zu lesen/betrachten
    Wer angemeldet ist, sieht sich in der Regel auch mal um. Der Weg zur Galerie muss erst gefunden werden. wenn man zudem noch die Alben, User, usw. vernünftig vernetzt kommt so ein neues Mitglied schnell mal ins „surfen“. Der Besucher findet im besten Fall heraus, dass die Seite mehr zu bieten halt als „nur“ Berichte.
  • Hohe Mitgliederzahlen = Bessere Stellung am „Markt“ = Bessere Zukunftaussichten?
    Immer wieder höre ich, wie Seiten mit ihren Mitgliederzahlen protzen (zugegeben, wir nennen hier auch einen Näherungswert auf der Startseite), da hat die eine Seite 10.000, die andere 100.000 und die nächste gar 1.000.000. Wie soll man da als Einsteiger mithalten können?
    Gerade viele Werbetreibende sehen nur die blanken Zahlen, interessieren sich jedoch nicht für Hintergründe bzw. haben nicht die Zeit sich die Seite mal genauer anzusehen. Stimmen die Zahlen nicht, so landet eine Anfrage direkt im Papierkorb. Auch bei Großveranstaltungen wie Festivals ist dies immer wieder zu beobachten. Da habe ich schon Seiten angetoffen, welche (nett ausgedrückt) nur einen qualitativ minderwertigen Bericht ablieferten. Trotzdem war die Seite mit 3 Fotografen vertreten… Kein Scherz!
    Hier hatte sich der Veranstalter wie so oft von den Mitgliederzahlen täuschen lassen.

Mit einer Sperrung von Inhalten kommen jedoch auch immer Nachteile einher. Meiner Ansicht nach wären das hier vor allem:

  • Hohe „Fake“ und Inaktivenquote:
    Dadurch, dass sich jeder registrieren „muss“ kommt es zu sehr hohen Zahlen von Mitgliedern, die sich doppelt, dreifach ode rnoch öfter anmelden. Klar, dass dort nicht jeder Account genutzt wird. Ich habe hier schon von Personen gehört, die sich einfach jedes Mal erneut eine temporäre e-Mail Adresse anlegen und damit anmelden. Diesen Personen ist es egal, was anschließend mit dem Account passiert, Sie wollen nur die Fotos sehen.
    Mit einer Pflichtregistrierung werden jedoch auch Shared Accounts und Fake Accounts häufiger, da nicht jeder etwas über sich preis geben will. Dies kann unter Umständen zu erhöhtem Aufwand für Moderatoren führen, aber auch andere Mitglieder könnten durch die „große“ Anzahl von Fakes und Inaktiven abgeschreckt werden.
    Folge: Nach anfänglicher Anmeldewelle und Aktivität verlassen viele die Seite und melden sich nur noch zum Berichte anschauen an.
  • Einige Besucher dürften auch durch den Fakt, dass Sie sich anmelden müssen, abgeschreckt werden. Dies verbreitet ein negatives Image, da diese Personen unzufrieden sind (=> „Fotos findet ihr morgen auf PartyNation“) und dies auch ihren Freunden mitteilen.
    Weiterhin dürfte es auch immer wieder Personen geben, die einfach überfordert sind mit der Anmeldung, etwa ältere Personen (meine Mutter hat es nach 2,5 Jahren mal geschafft sich PartyNation anzusehen)
    Folge: Diese Personen werden eher nicht wieder kommen, zudem nimmt das Image schaden (negatives virales Marketing).
  • Auch be Werbepartnern und Veranstaltern kann es auf lange Sicht zu einem Imageschaden kommen, nämlich genau dann, wenn diese einen erhofften Werbeerfolg vermissen.
    Beispiel: Auf PartyNation wird nahezu ständig über eine lokale Diskothek geredet, auch in der Diskothek selbst wird viel über PartyNation geredet. Eine perfekte Synergie beider Parteien ist entstanden (Offline wie auch Online).
    Wenn nun jedoch der Veranstalter keinerlei positiven Effekt feststellen kann, so wird er sich überlegen, ob er auch zukünftig noch mit der Seite zusammen arbeitet.
    Schlüsselworte hier sind wohl:
    Qualität der Berichte/Fotos und Qualität des Traffic
  • Ranking-Verluste:
    Die Seite könnte zudem höher geranked werden, wenn google alle Unterseiten finden kann. Zwar ist eine Entwicklung in die Richtung „Zugang in GBG von google“ sichtbar (vgl. [1] und [2]), jedoch bisher nicht für den Suchindex Crawler. Und selbst dann würde der Besucher auf einer Anmelde-Seite landen und nicht dort, wo er hin wollte. Eine Inhaltssperrung dürfte also gerde zu Beginn große Verlust ein Suchmaschinen bedeuten.

Es gibt sicherlich neben den von mir genannten Punkten noch einige weitere, de jewiels für oder gegen eine solche Sperrung sprechen. Was mich jedoch brennend dabei interessiert:
Was haltet ihr hiervon? Und wie habt ihr das auf euren Seiten geregelt?

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4 Antworten zu “Freier Zugang vs. Restriktiver Zugang”

  1. markus 22. Juni 2007 bei 12:12 #

    Ich benutze für mein Portal noch den Passwortgeschützten Bereich. Diesen werde ich aber die nächsten Wochen abschaffen, da ich den Benutzer zu nichts zwingen möchte.

    Ich hoffe natürlich auch, dass wir so die ganze Spamflut stoppen können.

    Das mit dem „Wer hat den längsten?“ ist leider auch bei den Userzahlen der Fall. Wir haben hier ein Eventportal in der Nähe, welches mit über 30.000 Usern wirbt. Ca. 15.000 davon sind dadurch entstanden, weil auf einer Seite für einen DSDS-Finalisten ein Forum installiert wurde, welches eben auch die Datenbank dieser Seite genutzt hat. Die restlichen sind in den letzten drei Jahren entstanden und hier enthalten sind natürlich jede Mange Fakes… ABER es lässt sich prima mit der Zahl 30.000 werben.

  2. andre 22. Juni 2007 bei 12:39 #

    ist hier ähnlich, nur hier sind es paar mehr Seiten:
    – 1 große mit über 150.000 (angeblich ^^)
    – 1 mittelgroße mit > 30.000 (hier weiß ich definitiv, dass einige fakes vom Inhaber angelegt wurden um die Userzahlen zu bushen)
    – 1 mittlere mit >15.000

    2 der 3 haben grundsätzlich die Seite geöffnet, eine hat alles dicht.
    Von den 2en hat 1 auch nur halb-offen, d.h. man muss sich nach einigen Klicks auch dort anmelden…

    Ich persönlich denke auch weiterhin, dass man erstmal alles zugänglich machen muss. Der „Hype“ mit den Userzahlen wird sicherlich abschwächen, sobald Veranstalter, Werbekunden und ähnliche kapiert haben, was Qualität im netz bedeutet, und dass diese eben nicht durch alleinige Mitgliederzahlen definiert werden kann.

  3. markus 6. August 2007 bei 10:06 #

    Sei gestern Abend ist eventon.de nun für alle zugänglich… 🙂

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