Kategorien für Communitys

Beim surfen durch verschiedene Blogs bin ich mal wieder auf etwas Interessantes gestossen. Beim „Social Media Blog“ gibt es einen Auszug aus dem von den Autoren erstellten Buch „Community Marketing Management„. In dem Beitrag versuchen die Autoren verschiedene Kategorien für die verschiedenen Arten von Communitys zu finden. Auf den ersten Blick ist das Schema eher verwirrend, wenn man es sich jedoch etwas genauer ansieht erkennt man schnell die Strukturen und bemerkt schnell, dass die Einordnung sehr treffend ist. Die Beispiele verdeutlichen, was mit den einzelnen Punkten gemeint ist.

Ich gehe hier deswegen auf diesen Beitrag ein, weil auch ich mir immer wieder Gedanken zu dieser Art Themen mache. Ich denke, dass in den nächsten Monaten viele der derzeit existierenden Communitys entweder verschwinden werden, oder aber eine Neuorientierung durchmachen werden – denn allzu oft gibt es kein Alleinstellungsmerkmal. Wo würde man in dem oben genanntem Schema Riesen wie StudiVZ, SchuelerVZ und MeinVZ einordnen? Und wie stehen dann andere wie Facebook, wer-kennt-wen oder auch myspace dazu? Gibt es überhaupt genügend „Raum“ für alle diese Communitys?

Ich denke hier werden sich einige wenige durchsetzen, während andere sich auf bestimmte Dinge spezialisieren. So hat eine regionale Community immer den großen Vorteil, dass man „schnell mal den Freund von nebenan“ finden kann. Gerade diese Vermischung von realen Bekanntschaftskreisen und Onlinefreundschaften stärkt die regionalen Communitys.
Anders ist dies bei „Special-Interest“-Communitys. Hier ist es weniger die regionale Zusammengehörigkeit als mehr das spezielle Interesse an einem Thema, welches die Community bewegt und zusammen hält. „Eine Community für alles“ wird es dagegen nur noch selten geben – wenn überhaupt. Aber in wie vielen Communitys kann ein Nutzer aktiv sein? Wie viel verträgt es?

Genau hier sehe ich das Problem, denn wer hat schon Zeit sich um mehr als 4-5 Internetportale, Foren, Communitys und Netzwerke zu kümmern?

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Eine Antwort zu “Kategorien für Communitys”

  1. Alper Iseri 8. Dezember 2008 bei 09:54 #

    Als Betreiber einer Community bist du verpflichtet, dich den Wünschen deiner Zielgruppe zu stellen und dich der Veränderung des Marktes anzupassen. Gerade kleine und mittlere Communities haben nur dann eine Chance, wenn sie die Besonderheit wahren und sich entweder auf eine spezielle Zielgruppe konzentrieren oder ihre Community über andere Mittel und Wege an sich binden. Wer dies nicht tut und sich über Monate oder Jahre auf seinen Lorbeeren ausruht, nach dem kräht einige Jahre später kein Hahn mehr. Die Community versinkt in die Bedeutungslosigkeit, was nicht unbedingt mit einer auf einmal festzustellen Besucherlosigkeit zusammenhängt sondern mit den ausbleibenden Medien, die über diese Plattform berichten.

    Ich habe über die Jahre mit der einen oder anderen Community zusammen gearbeitet und sie beraten und habe immer wieder gemahnt, die Plattformen zu aktualisieren und sich auf die neuen Begebenheiten einzustellen. Die meisten haben nicht darauf gehört und sich ausgeruht. Von diesen Plattformen hört man heute in den Medien fast gar nichts mehr. Traurig aber wahr…

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